Der Roggwiler Gemeinderat mit vier SVP-Vertretern hat sich jüngst für die Klosterkilbi St. Urban eingesetzt. Hintergrund war die Teilrevision der Gebührenordnung, welche bei den Kilbi-Gebühren Anpassungen vorsah. Neben einer leichten Erhöhung der Platz- und Stromgebühren wurde die Verordnung den heutigen Bedürfnissen der Marktfahrerinnen und Marktfahrer angepasst. So sind neu auch kleinere Stände an der Klosterkilbi möglich, bislang war eine minimale Standfläche von 3 Metern vorgesehen.
Weiter hat der Gemeinderat auch die Defizitgarantie von 7’500 Franken auf 10’000 Franken erhöht. «Die Kilbi ist und war schon immer defizitär», erklärt SVP-Präsident und Gemeindepräsident Benjamin Kurt. Die Defizitgarantie von 7’500 Franken konnte laut Kurt aber einzig in den Jahren 2017 und 2018 eingehalten werden. Das Defizit der Klosterkilbi wird jeweils durch die beiden Gemeinden Roggwil und St. Urban (Pfaffnau) getragen. Auch in den kommenden Jahren sei laut Gemeindepräsident Kurt mit einem Defizit von rund 10’000 pro Gemeinde Franken zu rechnen, beispielweise wegen höheren Kosten für die Elektroinstallationen.
Grundsätzlich peilt die SVP ausgeglichene Rechnungen an. Es versteht sich von selbst, dass für einen gesunden Haushalt Aufwand und Ertrag gleich hoch sein sollten. «Mit der Klosterkilbi haben wir es aber mit einem traditionellen und historischen Anlass zu tun, welcher tief in der DNA unserer Region verankert ist», sagt Benjamin Kurt. Für den Fortbestand der grössten Kilbi im Schweizer Mittelland sei es deshalb existenziell, dass diese auch von den Standortgemeinden unterstützt wird. Schliesslich lockt die Kilbi jährlich mehrere zehntausend Besucherinnen und Besucher in unser Dorf. Davon profitieren am Schluss auch die zahlreichen Dorfvereine, welche mit unterschiedlichsten Angeboten an der Kilbi präsent sind. Mit der breiten Unterstützung durch die SVP Roggwil im Gemeinderat ist die Klosterkilbi auch in den kommenden Jahren finanziell abgesichert.