Nein zum EU-Waffengesetz!

Islamistische Terroristen erschiessen in Paris über 140 Menschen. Ihre Werkzeuge zum Mord: illegal beschaffte, durch halb Europa geschmuggelte Kalaschnikows. Hierauf verschärft die EU das Waffengesetz. Mit einer neuen Waffenrichtlinie verpflichtet sie die Schengen-Staaten, ihren Bürgern den legalen Besitz von Feuerwaffen grundsätzlich zu verbieten. Ein solches Entwaffnungsdiktat ist unrecht, freiheitsfeindlich, nutzlos, gefährlich und antischweizerisch – und auch in Bundesbern weiss man das genau. Geht es nach der Mehrheit von Bundesrat und Parlament, soll es aber trotzdem umgesetzt werden.

Die Interessengemeinschaft Schiessen Schweiz (IGS) ergriff erfolgreich das Referendum. Am 19. Mai 2019 kann das Schweizer Stimmvolk über das EU-Waffengesetz entscheiden. Eine Annahme böte nicht den geringsten Sicherheitsgewinn, bedeutete aber das Ende des Schiessens als Breitensport und machte aus unserem Recht auf Waffenbesitz ein blosses Privileg. Ohne jeglichen Handlungsbedarf – lediglich aufgrund völlig haltloser Befürchtungen über einen Schengen-Rauswurf!

In unserem Dorf wären die Infanterieschützen Roggwil direkt vom EU-Waffengesetz betroffen. Dem Verein, welcher seit 1873 besteht, droht bei einer Annahme sogar das Aus. Den es ist damit zu rechnen, dass viele Sportschützen ihr geliebtes Hobby durch die neuen Vorschriften mit viel Bürokratie an den Nagel hängen. Der Präsident Jürg Graf hat uns zum EU-Waffengesetz drei Fragen in einem kurzen Interview beantwortet.

Was würde ein Ja für einen aktiven Schützen bedeuten?
Jürg Graf: 80% der Schützen schiessen mit einem Sturmgewehr 90 oder 57. Falls der Schütze dieses Gewehr nach seinem geleisteten Militärdienst behalten hat, ändert sich nichts. Falls es ein Schütze ist, der ein Sturmgewehr 57 oder 90 selber gekauft hat, braucht er dafür eine Ausnahmebewilligung vom Kanton weil das Gewehr mit einem Magazin von mehr als 10 Schuss Munition geladen werden kann. Falls er die Ausnahmebewilligung aus irgend einem Grund nicht erhält, wird er im Schengener Informationsstrafregister eingetragen und ist Europaweit als “Straftäter” registriert.

Was würde sich mit dem neuen Gesetz für die Infanterieschützen ändern?
Einige Schützen müssten innerhalb von 3 Jahren die Ausnahmebewilligung beantragen und erwerben. Falls sie abgelehnt würde, dürfte er mit seinem Gewehr nicht mehr schiessen und dieses würde beschlagnahmt, enteignet. Das Hauptproblem sehe ich aber darin, dass die EU ab 2020 in jedem Land Kontrollen durchführen kann und nach ihrer Ansicht, nötige Verschärfungen fordern kann. Wir hätten dazu nichts mehr zu sagen und somit wäre das Schweizerische Waffengesetz dem Europäischen Waffengesetz unterstellt. In der EU ist es nicht üblich, dass Soldaten das Gewehr mit nach Hause nehmen. Die Kontrolleure kennen unsere Tradition nicht und somit ist zu erwarten, dass innert ein paar Jahren, wir Schweizer, durch die EU entwaffnet werden.

Ist das aktuell gültige Waffengesetz zu lasch?
Wir haben ein gutes Waffengesetz. Es ist streng und die Erfahrung zeigt auch, dass Schützen sorgfältig und zuverlässig mit den anvertrauten Waffen umgehen. Eine weitere Bewilligung beim Kanton einzuholen ist nur bürokratischer Aufwand und belastet die Schützen auch finanziell. Auch die Polizei wird dadurch zusätzlich mit Büroaufwand belastet. Somit werden noch mehr Polizisten für Büroarbeiten eingesetzt die eigentlich für den Ausseneinsatz eingeplant wurden.

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